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Alles altert irgendwann, auch dein Tattoo. Verblassen und Verwischen sind normal, wir bezeichnen das als Aging. Tattoo Anti-Aging befasst sich damit, wie du das verhindern kannst.

Zugegeben: Ganz verhindern lässt sich die Alterung deines Tattoos natürlich nicht. Auch bei bester Vorbereitung und Pflege wirst dein Tattoo mit dir zusammen älter. Deine Haut verliert an Elastizität und wird trockener. Das wirkt sich natürlich auf das Erscheinungsbild deines Tattoos aus. Aber wir haben ein paar Tipps für dich, wie dein Tattoo über viele Jahre hinweg seine Leuchtkraft und die klar definierten Konturen behält.

Tattoo Anti-Aging: Verhaltensregeln und Pflege-Tipps

Anti-Aging kennst du vielleicht: Im Allgemeinen sind damit Cremes, Seren, Lotions und Gesichtswasser gemeint, die die Hautalterung verlangsamen, Falten entfernen und vielleicht ein wenig mehr Spannkraft in die Haut bringen sollen. Was ist nun Tattoo Anti-Aging? Dein Tattoo bekommt keine Falten und braucht keine Hilfe bei der Zellerneuerung mit obskuren chemischen Formeln. Denn dein Tattoo hat keine Zellen, die altern könnten. Es besteht schließlich nur aus Pigmenten, die tief in deiner Haut liegen.

Und genau das ist das Problem: Deine Haut altert, und mit der Haut altert das Tattoo. Tattoo-Aging ist, wenn die Farben blasser erscheinen, die Konturenschärfe nachlässt. Und dagegen kannst du etwas tun. Die eine Sache ist, dass du dir von Anfang an ein Tattoo-Studio beziehungsweise einen Künstler oder eine Künstlerin aussuchst, wo du hochwertige Tattoo-Farben und hygienische Arbeitsbedingungen erwarten darfst. Die nötige Erfahrung ist natürlich auch eine gute Sache. Denn nur ein sauber gestochenes Tattoo in genau der richtigen Tiefe sitzt und verheilt gut. Narbenbildung ist unerwünscht, denn Narben lassen die Konturen verschwimmen. Es muss also wirklich hygienisch zugehen, damit sich dein Tattoo nicht entzündet.

Sonnenlicht und UV-Strahlen trocknen deine Haut aus. Raue, rissige Haut lässt dein Tattoo blass und verschwommen erscheinen. Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (50+) solltest du auf jeden Fall auftragen, wenn du dein Tattoo nicht bedeckt hältst. Die UV-Strahlen zersetzen übrigens auch die Pigmente, wenn sie in die Haut gelangen. Dein Tattoo wird also bei intensiven Sonnenbädern tatsächlich immer „weniger“.

In 3 Schritten zu deinem Tattoo

1. Beratungsgespräch
Du bekommst ein individuelles Tattoo Beratungsgespräch. Kontaktiere uns via Mail oder Superchat (unten rechts das Symbol).
2. Termin buchen
Buche deinen Termin.
3. Tattoowiert werden
In entspannter Atmosphäre bekommst du dein Tattoo-Traum verwirklicht.

Am besten von Anfang an Anti-Aging denken!

Während der Wundheilungsphase solltest du dich an die vom Studio empfohlene Pflege halten. Wechsel den Wundverband nur, wenn sich darunter zu viel Flüssigkeit ansammelt. Bis zu drei Tage dürfen atmungsaktive Pflaster ansonsten auf dem Tattoo bleiben. Bevor du irgendetwas mit dem Tattoo anstellst, wäschst du dir gründlich die Hände – mit Seife! Ab dem vierten Tag unterstützt eine spezielle Heilsalbe die Wundheilung. Die Salbe sorgt dafür, dass der Schorf weich und feucht bleibt. Das verhindert ein Einreißen der neuen Haut und Narbenbildung. Den Schorf solltest du genau aus diesem Grund auch in Ruhe lassen und auf keinen Fall abkratzen. Er schützt dein Tattoo, bis es verheilt ist. Achte darauf, dass du eine parfümfreie und panthenolhaltige Creme verwendest, die deiner Haut bei der Regeneration hilft und Juckreiz lindert.

Es ist übrigens normal, dass bis zu vier Tage nach dem Stechen noch Farbe mit der Wundflüssigkeit abfließt. Dein Körper reinigt die Wunde und entfernt alle Fremdkörper, die da nicht hingehören – also auch Pigmente. Das ist normal, dein Tattoo-Künstler oder deine Tattoo-Künstlerin wissen das und beziehen dieses Wissen in ihre Arbeit mit ein.

Aber auch dann braucht dein Tattoo noch Pflege. Spezielle Cremes sorgen dafür, dass deine Haut über dem Tattoo geschmeidig bleibt. Nur gut gepflegte Haut mit ausreichend Feuchtigkeit bleibt elastisch und gesund. Es gibt spezielle Pflegeprodukte für tätowierte Haut, die auf den Erhalt scharfer Konturen und Farbbrillanz ausgelegt sind. Aber natürlich ist jede Pflege besser als gar keine Pflege. Creme deine Haut regelmäßig ein und sorge für ausreichend Feuchtigkeit.

Tattoo ist schon älter? Tattoo Anti-Aging hilft immer noch!

Natürlich ist es ideal, wenn du dein Tattoo von Anfang an gut pflegst. Aber viele Tattoo-Studios weisen nicht darauf hin, dass ein Tattoo Pflege benötigt, wenn es verheilt ist. Du kannst auch ältere Tattoos noch vor weiterem Verblassen bewahren. Die einmal verlorene Farbbrillanz ist allerdings wirklich weg – die tägliche Pflege bringt sie nicht zurück. Achte besonders auf ausreichenden Sonnenschutz. Denn Licht und insbesondere UV-Strahlung lässt dein Tattoo besonders schnell verblassen, die Pigmente zersetzen sich durch photochemische Prozesse. UV-Strahlen fördern außerdem die Bildung von Kollagenasen, also Kollagen zersetzenden Enzymen, in der Lederhaut. Das ist da, wo die Pigmente deines Tattoos sitzen. Verliert die Dermis, so der Fachbegriff für diese zweite Hautschicht, ihre Elastizität und Spannkraft, verliert dein Tattoo seine Konturen und seine Farbe. Eine Sonnenpflege mit hohem Lichtschutzfaktor verhindert, dass die UV-Strahlung so tief in deine Haut eindringen kann.

Thema Nachstechen: Unnötig bei Tattoo Anti-Aging?

Auch das beste Tattoo Anti-Aging kann ein Altern von Haut und Tattoo nicht komplett verhindern. Vielleicht gefällt dir dein Motiv, wenn es etwas verwaschen und weniger leuchtend wirkt, noch gut. Shabby Chic und Retro sind genau dein Ding. So ein Tattoo erzählt dann einfach, wie lange es dich schon begleitet. Nicht dein Fall? Dann kannst du dein Tattoo nachstechen lassen. Der Tattoo-Künstler oder die -Künstlerin ziehen beim Nachstechen das bestehende Tattoo einfach noch einmal nach. Dadurch werden die Konturen wieder klarer, die Farben brillanter.

Nachstechen kommt frühestens sechs Wochen nach dem Stechen des Tattoos in Frage. Denn so lange versucht der Körper noch, die Farben unter der Haut loszuwerden. Auch wenn die Wunde schon verheilt ist, sind die Pigmente also sozusagen noch „in Bewegung“ und werden teilweise über das lymphatische System abtransportiert. Nur die großen Partikel werden langfristig in den Hautzellen eingelagert und bilden das Tattoos. Deshalb siehst du erst einige Wochen nach dem Stechen, wie dein Tattoo wirklich aussieht. Pflege dein Tattoo in diesem Zeitraum gut und unterstütze deine Haut bei der Regeneration! Das schützt dein Tattoo, sodass die Farben länger brillant bleiben. Übrigens gilt nach dem Nachstechen das Gleiche für das Tattoo Anti-Aging wie nach dem Stechen eines neuen Tattoos: Mit der richtigen Pflege zögerst du Alterungserscheinungen so weit wie möglich hinaus.